Archive for February, 2005

Reisebericht [german only] – Thailand & Kambodscha

Wednesday, February 2nd, 2005

Reisebericht oder der Versuch eines solchen
2005 Februar
Thailand und Kambodscha

09.02.
heute geht es los. nach üblichen Checks ab ins Auto, Peter fährt uns gen FFM. Als Überraschung bringt uns Matthias noch die MagLite zum Airport.
Los gehts, diesmal mit Sri Lankan Airline. Super Service , alles passt und wir sind endlich Mitglieder im Skywards programm. Momentan noch 4:17 bis Stopover in Colombo. Yeah. Und die Dead Kennedys singen “Holiday in Cambodia”
Eben in Colombo “gestopovered”. Erinnert sehr an Kuwait International Airport. Egal sind nur ca. 3 Stunden. *yawn*

10.02.
Endlich in BKK gelandet. Das erste Mal tagsüber. Smog und Hitze. Aber das ist eben Bangkok, “Stadt der Engel”. Taxi zum Hotel, duschen und erstmal schlafen. Dann raus. Immer noch heiss und stickig 34 Grad Celcius. Taxi zum Siam Square. Money Exchange, dann ein nettes Erlebnis. Ein Polizist erklärt uns, wir haben jeder eine Kippe auf den Boden geworfen und müssen Strafe zahlen. Er nimmt uns jedem 500 Baht ab. Es gibt keine Quittung und das Geld verschwindet in der “privaten” Tasche. Na toll. Aber diskutieren hat bekanntermassen keinen Sinn. Das der Som tam klasse ist macht es aber auch nicht einfacher. (mathias)

11.02.
Frühstück. Naja geht so. Dann auf die Suche nach Malarone machen.
Kein Malarone in Thailand. Und ich hab Schuld. Naja evtl in Cambodia……..Lariam taugt nicht.
Panthip Plaza. Elektronik Schrott auf 5 Etagen. Apple genauso teuer wie in Germany. Schade. Auch die Stylus for Palm wie Deutschland. Aber gekauft.
Khaosan Road. Abschreckend und faszinierend zugleich. Merke: Traveller haben Rastas und Einheitsschlabberlook. Und alles wird in der Khaosan gebucht. Sonst gilt es nicht. 🙂 Und: das letzte Moskitonetz gekauft.
Is nich einfach Traveller zu sein. (mathias)
Am Abend nach einem super lecker Essen ein Ausflug nach Pathpong. War wirklich witzig, jede Menge Shows wurden angepriessen, aber nur für die Herren…
Jetzt wieder müde und kaputt im Hotel. Morgen gehts zum Weekendmarket, zum Schneider und zum Thaiboxen ins Lumpineestadium…(mandy)
So. Also Patpong. Jede Menge Tinnef. Pussy Shows. (ping pong Show….was auch immer das heisst..) Auffallend viele ältere Farang *g*. DVD aller Orten. Ich wollte einen thailändschen Film “Ong Bak”. Fehlanzeige. Nur westlicher Mainstream Sch****. Naja wenigstens einen gefakten Leatherman erstanden. H1gen Dasz Eis ist teür und nicht besonders gut……
Wtf ist nun Pussy ping pong ???
Ist nicht einfach Traveller zu sein. (mathias)

12.02.
Weekendmarket. Einfach kewl. Die obligatorischen schwarzen Hosen gekauft. Mandy hat wieder ein Paar Schuhe mehr. Fakesachen wohin man schaut. Witzig: ein Stand mit kommunistischen Accessoires. Dann zum Siam Square Tailor. Der wusste nicht genau, was wir wollen, also ab ins Inetcafe, beim xtrax Klamotten rausgesucht, ausgedruckt, und vorgelegt. Super. Ich krieg nen Lederrock *smile*
Dann ins Hotel, schlafen, rasieren und versuchen, nach Cambodia zu telefonieren. Ohne Erfolg. Also buchen übers Inet. Mal sehen ob das klappt. Abends lecker Essen für 100 Baht an Essenständen. Beim Som Tam lief wieder der Schweiss. Dann ins Lumpini Boxing Stadium, Muah Thai gucken. Klasse Fights, 2 mal k.o. Entscheidung. Die Mücken plagen mandy. Tja *grinzzz*
Ist nich einfach ein Traveller zu sein.
Und morgen gehts nach Cambodia, Zeit wirds, bin schon gespannt. (mathias)
Nachtrag: gestern den ersten MacMini life gesehen. Selbst mandy fand den total süss. Klasse Sache das.

13.02.
Im Bus nach Aranyaprathet. Alles gut gelaufen. Puhhh.
Juchu. Endlich in Siem Reap. Über die Fahrt hier wird mandy was schreiben. Nur soviel. Ich weiss nicht ob ich mehr beeindruckt oder betroffen sein soll. Ein total armes Land, freundliche Leute, pompöse Hotelbauten in Siem Reap, Leute ohne Dach auf dem Weg hierher.
(mathias)
Die Grenze ist eine Welt für sich, die reichen Thais, die in die Casinos gehen. Im Gegensatz dazu die armen Kambodschaner,welche bettelnd am Rand sitzen und kleine Kinder die für ein paar Baht grosse Schirme als Sonnenschutz über die Grenzgänger halten .Mittendrin sind die Touristen. Es gibt sehr viele Stempel in den Pass und Fotos werden auch von jedem gemacht. Dann gehts endlich zu unserem Taxi nach Siem Reap.
Die Fahrt von der Grenze nach Siem Reap werden wir so schnell nicht vergessen. Im Bus nach Aranyaprathet haben wir Edvard,den freundlichen Holländer, kennengelernt. Mit ihm teilten wir uns ein Taxi nach Siem Reap. Unser Fahrer war recht freundlich und trotz wirklich schlechter Strasse immer lächelnd am Steür. Die Strasse war bis auf die letzten 10-15km in einem so schlechten Zustand, dass man es kaum beschreiben kann, meist nur Schotterpiste, mit rotem Staub. So sieht dann auch die gesamte Umgebung aus. Es sind immer nur kleine Dörfer die am Srassenrand liegen und man kann vom Auto aus die Armut nur erahnen, die hier herrscht. Manche “Häuser” haben nur Planen vor den Eingang gespannt, andere haben zumindest einen Bretterverschlag davor. Die Landschaft ist karg und mit rotem Staub bedeckt, das man sich nur schwer vorstellen kann, das hier überhaupt was wächst. Selbst die Rinder sind abgemagert. Es gibt auf dieser “Strasse” Schlaglöcher so tief, das ganze Autos da rein passen. Wie ist das erst in der Regenzeit? Es wird eine sehr lange 3-stündige Autofahrt, wir werden richtig durchgeschüttelt. Mal sehen was das für Folgen hat…
Am Abend noch ein kurzer Bummel durch Siem Reap, der Tourismus ist hier angekommen.
Das Angkor Beer ist lecker und die Nudelsuppe schmeckt auch.
(Mandy)
Is nich einfach Traveller zu sein.

14.02.
Ganz lange geschlafen. Lecker Breakfast. Etwas das Inet genutzt, gibt schon DSL hier, not bad. Dann wollte ich eine Prepaid Telefonkarte haben. Nur wenn ein “local citizen” für mich bürgt krieg ich auch ne Nummer. Ich kenne aber hier keinen. Und warum das notwendig ist konnte mir der Typ auch nicht erkären. Bullshit. Highlight war die Shiatzumassage von Blinden. Anders als Thaimassagen, mehr mit Pressur. Aber richtig gut und preiswert. 3$ für eine Stunde. Und Blinde, die bei ihrer Arbeit lachen. Irgendwie hat man wohl immer eine falsche Vorstellung von Blinden………
Und gut gefakte Ray Bans gekauft :))
Am Abend wieder gut gegessen und jetzt noch ein oder zwei Angkor beer und dann schnell schlafen, denn morgen gehts endlich los. Angkor wir kommen.
Is nich einfachTraveller zu sein…

15.02.
So. Heute war Angkor Wat Tag. Vorab, irgendwie hatte ich ja gedacht, dass man es schon von weitem sieht. Aber egal. Wenn man dann davor steht ist es jedoch wahnsinnig………unbeschreiblich. Erstmal hatten wir nen netten Tuktuk Taxifahrer, der auch so viel erklärt hat. Die obligatorischen 40$ pP bezahlt. Und dann steht man vor einem so grandiosen Bauwerk, dass es kaum zu beschreiben ist. Nur soviel,alleine die Wandreliefs sind es wert. Alles andere sollte man den Bildern entnehmen. Anschliessend ging es in die Ruinenstadt Angkor Thom mit dem Tempel Bayon. 54 Türme, jeder mit 4 Gesichtern aus Stein. Einfach genial. (mathias)
Es gab natürlich auch wieder einige lustige und einige betroffen machende Dinge. Zuerst die schönen, ich wurde 2x von “Khmerfrauen” begutachtet,wie sich durch Zeichensprache herausstellte, waren sie von meiner hellen Haut total begeistert. Sie haben sogar Fotos mit mir gemacht. Am Abend war dann meine Haut eher stark gerötet, wenn die wüssten…
Das andere Witzige, z.T. auch Nervige sind die vielen japanischen Touristen die Angkor bevölkern. Die haben ja nicht nur mindestens 2 Kameras dabei, sondern sind auch immer und überall furchtbar laut. Am Abend waren wir zum sunset in einem Tempel auf einem Berg, zusammen mit ungefähr 500 anderen Individualtouristen, davon ca. 75% unserer japanischen Freunde. Es wurde sich fast um die besten Plätze zum gucken gestritten, so dass wir uns leider vorzeitig verabschiedet haben. Schade, aber am Donnerstag wollen wir uns den sunrise in Angkor Wat anschaün, hoffentlich wirds dann etwas besser…
Was wieder betroffen gemacht hat, ist diese Armut der Menschen. Ich finde es schlimm, wenn 2-3jährige Kinder irgendwelche Souvenirs an Touristen verkaufen müssen. Ausserdem gibt es auch hier wieder viele bettelnde Menschen, z.T. auch verstümmelt, wahrscheinlich durch Landminen. Man wird halt immer wieder daran erinnert, welche blutige Vergangenheit dieses Land hat.
Aber die meisten Leute sind freundlich und lachen häufig, wie wir bei unserem superlecker Abendessen feststellen konnten. Jetzt noch ein Angkorbeer und dann ab ins Bett, denn morgen werden es bestimmt wieder 10 Stunden in Angkor sein.
Is nich leicht Traveller zu sein.
(mandy)

16.02.
Heute war mandy krank. War wohl das selbstgemachte Eis gestern (ich weiss dass vor solchen Sachen gewarnt wird…..) Naja mit Tee und Weissbrot ist es wieder besser. Ich habe mir ein Fahrrad geliehen und bin nach Bakong geradelt. 30 km insgesamt. Nette Tempel und ….richtig, Japaner *g*. Und nen netten Sonnenbrand. Kein Wunder ich war zwar vor 12 Uhr wieder im GH, aber da waren es schon 30 Grad, am Nachmittag müssen es über 40 gewesen sein. Noch relaxen und abends ins Inet cafe und schonmal Hotels in PP abklappern. Negativerlebnis : man kauft sich etwas zu essen und schon kommen kleine Kinder die danach betteln und es einem foermlich aus dem Mund nehmen wollen. Unfassbar. Andere hier sind sehr reich, aber noch nie habe ich eine solche Kluft gesehen.
Die volle Speicherkarte auf CD gebrannt.
Morgen der Versuch den “Sunrise” zu fotographieren. 5 Uhr ist Abfahrt mal sehen *g*…….ob wir alleine mit 1000000 Japanern sind 🙂
Is nich einfach Traveller zu sein.
(mathias)

17.02,05
Ich bin wieder gesund. Heute waren wir zum Sonnenaufgang in Angkor Wat. Es war unglaublich schön die Sonne zwischen den Türmen aufgehen zu sehen. Natürlich waren wir nicht allein dort,zu den “normalen”Touristen, waren auch wieder unzählige Japaner da, wie an allen anderen Bauwerken auch.Aber da es ein recht grosses Gelände ist, musste man sich diesmal nicht um die Plätze streiten. Danach ging es dann imTuktuk auf die grosse Tour. Zürst nach Ta Prohm. Das war wohl früher ein Kloster, und ist jetzt bekannt dafür, das viele grosse Bäume ihre Wurzeln in und um das Maürwerk schlagen. Das sieht absolut gigantisch aus. Und dann ging es weiter zu noch ein paar anderen Tempeln und Bauwerken deren Namen mir leider schon wieder entfallen sind. Sehr schön waren auch die Bäder der Könige, man konnte noch viel vom Prunk vergangener Zeiten erkennen. Leider waren wir schon etwas übersättigt, sodass wir bei den meisten Tempeln nur noch vorbei gefahren sind und schon sehr bald wieder im Güsthouse waren. Unser Fahrer war doch sehr überrascht, als sein Arbeitstag bereits nach 5 Stunden schon vorbei war und wir auch nicht mehr zum Sonnenuntergang raus wollten. Es war auch schon wieder sehr sehr heiss. Darum verbrachten wir den ganzen Nachmittag in unserem angenehm klimatisierten Zimmer. Eine aircon zu haben, ist manchmal gar nicht so übel. Am Abend dann wieder auf Essenssuche gegangen. Es gab wieder lecker “Khmerbagütte”. Könnte mein Lieblingsessen werden. Morgen gehts früh um 7.00 Uhr nach Phnom Penh. Ich bin auf diese Stadt gespannt. Das Zimmer ist gebucht. Jetzt noch ein oder zwei Angkorbeer.
(mandy)
Kurzer Nachtrag. Heute das kambodschanische Funspiel probiert. Ein kleines Ding mit Federn wird mit allen Körperteilen so gespielt, dass es möglichst lange in der Luft bleibt, klasse Sache und macht viel Spass.
(mathias)
Is nich einfach Traveller zu sein.

18.02.
Frühstück, letzte in Siem Reap. Dann ab in den Bus nach PP. Eben noch ein frisches Baguette gekauft, die sind voll lecker…….Die Busfahrt war mit 3 Pausen und insgesamt 6 Stunden gut zu ertragen.
Son da sind wir. Phnom Phen. Erster Eindruck : Hauptstadt mit Kleinstadtcharakter. Abholung durch Jungs vom Sunday GH, gut geklappt, a/c Zimmer für 10$, voll ok. Und ne Dusche die tut. Nachmittags etwas am Flussufer spazieren gehen und wieder ein lecker Baguette. Hunger hat man kaum tagsüber, erst abends kann man was essen. Positiv: es ist billiger als Siem Reap. Das Bier im GH zB. Und scheinbar weniger Japaner hier. Und auch weniger bettelnde Kinder. Jetzt wird bei einem Angkor Beer noch auf der Dachterasse gechillt, angenehm mit etwas Wind.
Is nich einfach Traveller zu sein.
(mathias)

19.02.
Heute der erste komplette Tag in PP. Man wird ganz komisch angeschaut wenn man kein Moto/Tuktuk/Cyclo will. Aber ausser uns gab es wohl keinen der eine solche Strecke freiwillig zu Fuss bewaeltigt ….. Am Palast dann festgestellt, dass a) nur noch 45 min offen sind und b) mandys Kleidung nicht passend ist. Also verschieben wir den Besuch auf morgen und wollen lieber shoppen, stand ja soviel im Travel Guide. Mit einem Cyclo zum Central Market, aber Gold und Silber zu teuer und viele Dinge, die der Traveller nicht braucht. Aber eine “the north face” Tasche *g*…..die brauchte ich, da die von O2 nicht fuers traveln geschaffen ist. Dann zum Hauptpostamt und indisch lecker Essen gehen. Sehr lecker gegessen, ein Gericht 2$. Trotzdem Sodbrennen :), tja. Da heute das Kickboxen weit entfernt war wollen wir es morgen versuchen. Negativ : noch keine unterkunft in Sihanoukville gefunden, entweder “full” oder keine advanced bookings. Morgen nochmal versuchen. Abends noch lecker authentisches chinese Food.
(mathias)
Nachtrag
Heute war auffallend, dass zweimal Stromausfall war. Aber man schien darauf vorbereitet und nach kurzer Zeit liefen die Deselaggregate an. Scheint also immer mal zu passieren.
(mandy)

20.02.
Am Morgen haben wir endlich den Königspalast und die Silberpagode besichtigt. Ich war auch diesmal angemessen gekleidet. Zuerst waren wir im Thronsaal, dieser wird auch heute noch genutzt. Es war sehr prunkvoll, viel Gold und funkelnde Kristalleuchter. Dann folgten die Aussenbereiche, schön gepflegt, mit wunderbar geschnittenen Bäumen. Auf dem Weg zur Silberpagode sind wir auch an Wandmalereien zum Ramayana vorbei gekommen, diese waren jedoch in einem relativ schlechten Zustand, überall bröckelte der Putz. Es schien aber als würden Restaurierungsarbeiten beginnen. Dann kam die Silberpagode, in ihr befindet sich auch ein Smaragdbuddha. Leider war der ganze Raum mit unzähligen anderen Buddhastatuen “zugestellt”, so das eben jener Smaragdbuddha nicht richtig zur Geltung kommt. Ausserdem waren einige Reisegruppen dort und die Guides erzählten einiges zu dieser Pagode. Deshalb war dieser Raum auch kein Ort der Ruhe. Wir waren es von Wat Prah Keo in Bangkok anders gewöhnt. Danach war diesesAreal auch schon besichtigt. Was uns aufgefallen ist, bei näheren Hinsehen wirkten manche Ecken doch nicht so gepflegt. Teilweise lag doch Müll in den Pflanzkübeln. Auch das war man vom Königspalast in Thailand nicht gewöhnt. Aber vieleicht sollte man diese Vergleiche gar nicht ziehen. Es sind halt zwei unterschiedliche Welten. Das merkt man jeden Tag.
Dann gings zum Hauptpostamt unsere Ansichtskarten endlich verschicken. Noch schnell Travellercheck eingelöst und dann wollten wir eigentlichzum Orusseymarkt, aber der Motofahrer hat uns nicht richtig verstanden und fuhr uns zum “Russenmarkt”. Durch die ganze Stadt für 1$. Wir hatten immer noch nichts gegessen und jetzt war es schon mittag. Aber es ist nicht ganz einfach in PP etwas zu essen zu finden, es gibt nämlich nicht viele Garküchen, schon gar nicht mit Sitzgelegenheit. Am Ende war es wieder mal ein Khmerbaguette. Nach ausgiebiger Mittagspause haben wir uns auf die Suche nach dem Toul Sleng Museum gemacht, und schliesslich auch gefunden.
Schon ein bedrückender Ort. Zuerst sah man die Zellen in denen die Menschen untergebracht waren zwischen den Verhören. Bilder an den Wänden zeigten, wie man sie auf den Metallrosten festgekettet hatte. Im nächsten Block hingen viele Fotos von den Opfern, diese waren bei der Festnahme gemacht wurden. Es waren auch Kinder und Babies dabei. Danach kamen Fotos von zu Tode gefolterten Menschen. Interessant fand ich in der Mitte des Raums Berichte und Zeichnungen von Überlebenden des KZ Theresienstadt. Es wurde also eine Paralelle zum Hitlerregime gezogen. Im nächsten Raum befanden sich verschiedene Folterinstrumente.
Zum Schluss folgte eine Fotodokumentation über einige Täter und ihre Beweggründe sich den Roten Khmer anzuschliessen, mit Fotos von damals und heute.
Alles wirkte sehr bedrückend.In einem Raum waren auch noch Schädel von Ermordeten ausgestellt.
Anmerkung
Die roten Khmer haben exakt das getrieben, was Orwell in “1984” beschrieben hatte. Man kann nur hoffen, dass soetwas nicht wieder vorkommt. Aber das Verhalten einiger Regimes, meist totalitäre, dieser Welt zeigt, dass noch immer solche Dinge geschehen (Umgang mit politischen Andersdenkenden, Kindersoldaten in Afrika). Die roten Khmer haben ihr Regime nicht erfunden, es gab Vorgänger wie Hitler und Stalin und es gibt leider auch noch immer “Nachahmer”. Schlimm und traurig ist es allemal. (mathias)
Dann gings endlich zum Guesthouse zurück. Schliesslich wollten wir ja am Abend noch zum Kickboxen, aber obwohl uns der Weg erklärt und wir auch die Strasse gefunden hatten, fanden wir dennoch nicht das “Stadion”. Und dann meldete sich auch der Hunger wieder. Nach einigem Suchen gabs dann noch eine leckere Reissuppe.
Jetzt noch ein Angkorbeer und dann Sachen packen, denn morgen früh gehts endlich ans Meer.
Is nich einfach Traveller zu sein.
(mandy)

21.02.
Heute ist Mathias krank. Mit Tee und Weissbrot morgen hoffentlich wieder gesund.
Nach dem Frühstück gings mit dem Bus nach Sihanoukville. Endlich am Meer. Unser Guesthouse ist die Eden Bar, direkt am Meer gelegen. Keine 20 m bis zum Wasser. Wir haben ein schönes Zimmer im 1.Stock mit Veranda zum Meer. Dadurch das den ganzen Tag Wind ist, ist es auch nicht so heiss.
Sonst ist heute nichts passiert. Am Abend lecker gebratenen Reis mit Squid gegessen.
(mandy)

22.02.
So wieder gesund. Mit Tabletten und etwas gutem Willen…….Dann mal auf ins Vergnügen. Es ist sehr nett hier, Frühstück direkt am Meer und einige “durchgeknallte” Guys, wie überall eben *g* Am Strand gibt es jeden Tag supertolle Angebote, mindestens 10 Maniküren, 5 Enthaarungen, dazu “Sir you must buy my fresh fruits, later…” und Lobster. Und die obligatorischen Sunglasses und Sarongs. Und alles kann man nun mal nicht nehmen…
Corbyn kennengelernt, einen Deutschen, ehemals Key accounter bei einer Pharmabude, lebt nun mit family in Cambodia. Und freute sich, dass ich etwas Musik dabei habe. Die anderen sind immer feste am Rauchen und “special tee” trinken 🙂 Sicher wird deshalb auch unsere A/C deshalb nicht repariert, aber da es auch ohne geht und es 2$ Discount gibt ist das auch ok. So, das war der Nachtrag von gestern :))
Is nich einfach Traveller zu sein.
(mathias)
23.02.
Heute vormittag war richtig Stress angesagt, nachdem ich gestern einer Maniküre und Beinhaarentfernung zugestimmt hatte. Kurz nach 8 begann dann auch die Prozedur. Zuerst gabs eine Pediküre und dann kam die Haarentfernung. Das wird hier mit normalem Nähgarn gemacht. Gleichzeitig wurden meine Hände manikürt. Dann gings zu meinem Gesicht über, auch hier wurden sämtliche Haare entfernt, teilweise doch recht schmerzhaft. Aber am Ende fühlte ich mich richtig gut. Nachdem auch noch Mathias von einer Pediküre überzeugt wurden war, haben wir für das ganze Programm 16$! bezahlt. Dann war unser Geld erstmal alle und die Massage ist auf morgen verschoben. Also in die “Stadt” und Travellerchecks eintauschen, aber heute ist holiday und alle Banken sind geschlossen. Aber im Supermarkt kann man die checks einlösen. Danach novch ein kurzer Gang durch Sihanoukville und dann zurück zum Strand. Mit badenist heut aber nicht viel, das Meer ist richtig dreckig, nicht nur Algen, sondern regelrecht Müll. Am Abend steigt die Fullmoonparty, ausserdem hat einer von den Guys Geburtstag…
Ansonsten haben wir das Level des absoluten Nichtstun erreicht.
(mandy)
24.02.
Nachdem mandy heute morgen ne Menge Mosquito Stiche hatte versuchen wir es heute mit einem aircon Zimmer. Hoffmer ma das Beste……Ein paar Punks aus Berlin getroffen, der eine hat mir bei den Haaren den Rang abgelaufen *g*. mandy hat ihr Massageversprechen gehalten, dann werde ich mich morgen auch mal massieren lassen. Ansonsten, Nichtstun *g*.
Is manchmal auch einfach Traveller zu sein.
(mathias)

25.02.
Nachtrag von gestern. Nix gemacht. *g*. mandy hat ein paar Magenprobleme. In keinem anderen Urlaub gab es das bisher. Komisch. Und damit wir mal rauskommen haben wir ne Bootstour gebucht *g*, sonst nimmt die Faulheit ja gar kein Ende. Gestern noch kurz im Inetcafe gewesen. In DE sind -10 Grad ud Schnee. Strike!!!!!
Is manchmal einfach Traveller zu sein 🙂
(mathias)
26.02.
Ich bin schon fast wieder ganz gesund. Man muss hier sehr genau aufpassen, was und von wem man isst.
Heute war also unser “Wochenendausflug”. Wir sind mit dem Boot zu einer Insel gefahren, die wohl noch als Militärbasis dient, gab wohl auch ein paar Geschütze und einen Bewacher…
Sehr schöner gelber Sandstrand und glasklares Wasser. Dazu kaum Wellen. Das Badevergnügen wurde nur durch ein paar Quallenrückstände getrübt, die auf der Haut immer noch ein Brennen verursachen. Das Essen war reichlich und lecker, ich habe es auch gut vertragen…Getränke gabs auch genügend. Abends wieder zurück.Es war ein wunderbar relaxter Tag.
Is manchmal einfach Traveller zu sein.
(mandy)
27.02.
Heute fast nichts gemacht. Vormittags Sonnenbrand in 90min. geholt und trotz LSF30. Am Nachmittag noch kurz auf dem Markt gewesen und Travellerchecks getauscht.
Is manchmal einfach Traveller zu sein.
(mandy)
28.02.
So. Das ist der letzte Abend in Cambodia, Shianoukville. Das Fazit erspare ich mir noch, mit etwas Abstand geht das sicher besser. Wir haben uns heute morgen entschlossen, noch die Ostkueste Thaikands heimzusuchen. Und irgendwie wurden wir wohl auch bewundert, dass wir es hier in der Eden Bar/GH eine Woche ausgehalten haben, bei dem Krach jede Nacht. Und ein Fazit wird es auch geben, aber mit etwas Abstand. Bisher kann ich nur sagen, dass, obwohl es hier sehr nett ist, ich nicht so den Drang verspuere wie nach dem ersten Thailandurlaub, sofort wieder herzukommen……warum kann ich nicht sagen, ist irgendwie aus dem Bauch heraus. Achja, und es geht uns wieder gut, alle Krankheiten ausgeschlossen.
Is manchmal echt einfach Traveller zu sein.
01.03,
So wieder zurück in Thailand. Aber der Reihe nach…
Am Morgen grosse Verabschiedung von ein paar lieb gewordenen Menschen. Ien, ein Mädchen, dem wir jeden Tag Früchte abgekauft hatten, gab uns sogar Abschiedsgeschenke, für mich einen Sarong und für Mathias einen Schal. Wir waren total überrascht und gerührt. Dann noch Abschied genommen von Jasper, Sean und Corbyn. Dann mit dem Moto zum Hafen und ab auf die Fähre nach Koh Kong zur Grenze. Die Fahrt war unspektakulär, aber dann… Schon bei der Einfahrt in den Hafen von Koh Kong jede Menge Pickup-, Taxi- und Motofahrer, die auch ziemlich schnell das Boot “enterten”. Mathias warf mir dann unsere Rucksäcke zu und ich sollte eigentlich nur zu einem Pickup gehen, aber leichter gesagt als getan. Ungefähr 10 Männer um mich rum und jeder versuchte sich einen der Rucksäcke zu nehmen, um ihn zu seinen Pickup zu bringen. Ich musste regelrecht kämpfen und schreien, damit nichts verloren geht. Aber dann wars geschafft und es ging zum Grenzübergang. Auch die Ausreise aus Kambodscha erfordert etwas Geduld, da wieder jede Menge Stempel verteilt werden müssen, und ein Foto wurde zum Abschied auch nochmal gemacht. Ansonsten verlief alles reibungslos. Es ging wirklich ruhig zu.Auf der thailändischen Seite dann einen Minibus gesucht, und nach einigem Hin und Her endlich auf dem Weg nach Trat. Am Busbahnhof dann direkt in das Auto vom Guy Guesthouse gestiegen und ein recht ordentliches Zimmer bekommen. Da wir den ganzen Tag bis auf ein paar Kekse noch nichts weiter gegessen hatten, sind wir dann nochmal raus zum Nachtessenmarkt. Dort gab es sehr leckere Nudelsuppe mit Seafood und dazu noch billig. Morgen gehts dann nach Koh Wai, haben schon ein Zimmer gebucht. Mal sehen wie es dort ist.
Is nich einfach Traveller zu sein.
(mandy)

02.03.
Heute geht es nach Ko Wai. Wir muessen nun noch auf irgendwas warten auf dem Boot, irgendwer/was fehlt noch. Aber nur 5 auf dem Boot lassen auf ein paar entspannte Tage hoffen. Bungalow ist reserviert. In 3 Tagen ist Geburtstag.
So nun sind wir auf Ko Wai. Erstes Fazit. Bungalow etwas klein. Sehr ruhig. *freu* Essen ist preiswert, die Portionen richtig gross und das Curry hoellisch scharf *g*. Sehr smooth irgendwie, gemischtes Publikum. Schaumer ma, wie das mit den Mosquitos wird……Und wir haben uns noch ne Schnorchelmaske gekauft :)). Vor 2 Jahren hat das garnicht geklappt, mal sehen, ob wir das Schnorcheln lernen.
Is nich einfach Traveller zu sein.
(mathias)

03.03.
Nachdem wir die Nacht mit kleinen Anpassungsschwierigkeiten (es war sehr warm gut überstanden haben, war dieser Tag hauptsächlich durch Nichtstun geprägt. Bei Mathias hat das Schnorcheln sofort geklappt. Ich habe da noch ein paar Probleme, bekomme aber morgen von Uwe, einem wirklich netten Deutschen, Unterricht. Ansonsten nur am Strand gelegen und ab und zu mal baden gewesen. Ausserdem haben wir entschieden unseren Minibungalow für die letzten Nächte zubehalten, immerhin haben wir das Bad direkt daneben und wir müssen nicht erst ewig weit laufen.
Is manchmal echt einfach Traveller zu sein.
(mandy)

04.03.
Und wieder ein “lazy day” auf einer recht netten Insel. Das Schnorcheln ist ein super Hobby, ich hab total viele Fische gesehen. Morgen will der Uwe mit mir Schnorcheln. Und mandy kann noch immer nich richtig schnorcheln……*g*. Und ein toter Fugelkisch lag am Strand. Leider gab es keinen Sunset, zuviele Wolken.
Sonst war es wirklich relaxed.
Is manchmal echt einfach Traveller zu sein.
(mathias)

06.03.
Scheisse ist das frisch geworden. schon seit gestern hat der Wind aufgefrischt, die Wellen werden immer hoeher und der kleine Pier ist fast komplett unter Wasser. Das 8 Uhr Boot geht auf keinen Fall, so werden wir heute nachmittag nach Ko Chang mit dem Boot und dann mit der Ferry nach Trat. Sonst bleiben wir auf immer und ewig auf Ko Wai 🙂
Der Geburtstag war wie alles hier, smooth und relaxed, der Uwe hat mir sogar einen Teller mit Orangen und Peanuts als Geschenk gebracht, sehr nett. Abends gab es nen “Eimer mit Whiskey und Coke” und dann war der Zauber auch schon wieder vorbei.
Und kalt ist das, ich hab zum ersten Mal nen langen Pullover an……obwohl die Sonne scheint.
Und gestern hab ich von nem Italiener noch 2 Stunden Muay Thai Unterricht bekommen, er hat hier in Thailand 3 Monate trainiert. Ist wirklich sehr hart und effektiv. Teakwondo ist irgendwie lasch dagegen…..
Is nich einfach Traveller zu sein.
(mathias)
So, wir sind wieder in BKK etwas muffiges Hotel aber sehr ruhig gelegen, allerdings 540bht. Mal sehen ob wir noch was anderes finden, evtl hat das Nahkorn Pink ja ab morgen was frei. Geld ist auch alle und die Busfahrt von Trat dauerte auch fast 6 Stunden……na dann gute Nacht.
(mathias)
07.03.
So, wir haben beschlossen in unserem Hotel zu bleiben, die anderen sind genauso und kosten auch das gleiche.
Sind heute viel gelaufen durch Bangkok, waren auch beim Schneider, Mathias sein Rock ist wirklich sehr schick. Meine Kleider und Röcke müssen noch abgeändert werden und dann werden wir mal sehen. Ansonsten zweimal Khaosanroad morgens ziemlich nüchtern und unscheinbar und abends das volle Leben und dabei abschreckend wegen der vielen Touristen .Aber das Sushi war sehr lecker. Und Mathias hat auch noch einen Tätowierer gefunden.
Auf dem Weg zum Hotel gabs dann noch einen Gintonic für unglaubliche 40 Baht.
(mandy)
09.03.
So. Nun kommt die letzte Nacht in BKK. Viel ist nicht mehr passiert …..Wir haben uns thai Kissen gekauft, die wir irgendwie wegbringen muessen und haben nochmal einige Sachen gekauft, die es nicht gibt in DE oder die dort teurer sind. In den englishsprachigen Zeitungen gibt es genug Stellenausschreibungen und auch Wohnungen. Aber das ist noch nicht zu Ende gedacht. Die Anproben beim Schneider sind auch vorbei, ich hoffe, dass mein verdammt gut aussehender Lederrock morgen doch noch die passende Weite hat. Entweder hatte sich der Schneider so vermessen bei der Massnahme oder ich habe wirklich abgenommen. (was mich freuen wuerde *g*) Und was noch besser ist als mein Lederrock ist mein erstes Tattoo *freu* Dauerte 2 1/2 Stunden, sieht seh schick aus und es wird den Rock sicher ueberdauren………Witzig am Rande, die junge Frau, die sich neben mir “verzieren” liess kam aus ……Nuremberg 🙂
Wir haben wie immer viel erlebt, einige nette Leute kennengelernt und die Zusammenfassung der Kambodscha Erlebnisse und Eindruecke steht ja auch noch aus. Tja, so war das in Southeastasia 2005. Neu war auch fuer uns “daily report” aber es hilft doch sich zu erinnern und einiges auch zu reflektieren.

10.03.
Abschied von BKK. Noch ne letzte Zigarette im “smoking Room”. Beim Flug haben sie uns irgendwie beschissen, es gibt noch ne Landung in Zurich, insgesamt wird es ca 15 Stunden (sic!) bis FFM dauern….

Bilder findet Ihr hier

Thailand und Kambodscha 2005